Ähnliche Stempelformen

Aus dem Sammelgebiet der Altdeutschen Staaten sind uns weitere Stempel bekannt, die in der Literatur als Hufeisenstempel bezeichnet werden, diese Stempeln haben jedoch mit  den  „Deutschen Hufeisenstempel“ die hier beschrieben werden, außer der Form keine weiteren Gemeinsamkeiten.



Der hufeisenförmige Stempel aus Hannover, hier auf einem Faltbrief aus dem Jahr 1839 nach London, wird in der Literatur auch als der „echte“ Hufeisenstempel von Hannover bezeichnet.




Der Halbkreisstempel aus Braunschweig, hier auf einem Brief nach Celle vom 10. November 1844, kann ebenfalls nicht als Hufeisenstempel gewertet werden. Im Gegensatz zu dem oben gezeigten Brief aus Hannover, wurde jedoch zur Anzeige der Aufgabezeit ein zusätzlicher Stempel (11 – 11½) verwendet.   



In frühen Publikationen werden die Halbkreisstempel aus Bayern oder die Württemberger Steigbügelstempel wegen ihrer annähernd ähnlichen Formen als Vorläufer der Hufeisenstempel bezeichnet, was jedoch nicht so ist, da Entwicklungstechnisch die Preußischen Zweikreisstempel als Vorläufer zu bezeichnen sind.   



Saargemünd – Ganzsachenpostkarte ins Bayrische Neustadt an der Haardt mit einem Bayrischen Halbkreisstempel als Ankunftsstempel. Der Hufeisenstempel vom 18. Nov. 1878 ist der späteste bekannte Abschlag aus Saargemünd. (Type 32)    




Steigbügelstempel – Ganzsachenkuvert von Öhringen nach München mit historischem Datum. Der 1.1.1868 war der erste Tag des Norddeutschen Postbezirkes. Für die Post am Ausgangsort in Württemberg, als auch für den Zielort in Bayern war es jedoch ein Neujahrstag wie jeder Anderer.