Der Ergänzungswert 7 1/2 Pfennig (Nummer 99)

Einleitung

Die 7 1/2 Pfennig Ausgabe wurde mit der ab 1.8.1916 geltenden Kriegssteuer notwendig, um Postkarten und Ortsbriefe mit einer einzigen Marke freimachen zu können. Einzelfrankaturen ersparten der Post im gegensatz zu Mehrfach- oder Buntfrankaturen erhebliche Druckkosten.

Farben und Typen

Bei der Nummer 99 können zwei wesentliche Farben unterschieden werden.

Type a - gelborange in der 1. Reihe und Type b - rotorange in der 2.

Bei den gebrauchten Werten konnte ich feststellen das man bis etwa Sommer 1917 fast ausschließlich Type a vorkommt, wobei ab 1918 meist nur noch die Type b zu finden ist.

Analog zur Nummer 98X kommt bei ungebrauchten Exemplaren auch eine friedensartige Gummierung vor. Wobei diese bei den Typen a als auch b vorkommen kann, jedoch wohl bei der Type b eher die Ausnahme darstellt.

Streng genommen könnte man noch eine "Type c" unterscheiden, hierbei sind deutliche Brauntöne zu erkennen, welche vermutlich durch einen gegen den Luftsauerstoff unbestendigen Anteil der roten Farbtönen entstanden sind. Ähnliche oxitative Farbverschiebungen sind auch schon bei den Krone und Adler Ausgaben des Deutschen Reichs bekannt.

Die Typen a - b und "c" - Die "c" zeigt einen leichten Braunton, dafür sind die roten Farbeanteile weniger gut ausgeprägt.

Doppeldrucke

Von der 99b sind bisher auch Doppeldrucke bekannt geworden, der schwächere doppelte Druck ist leicht nach links verschoben. (Abbildung folgt ...)

Verwendungsmöglichkeiten

Den überwegenden Teil stellten Einzelfrankaturen. Beispielbelege folgen noch ...